Durchfall & Erbrechen bei Hunden und Katzen
Mögliche Ursachen
Ein häufiger Auslöser ist unverträgliches oder verdorbenes Futter. Auch eine zu schnelle Futterumstellung kann den empfindlichen Magen-Darm-Trakt durcheinanderbringen. In solchen Fällen hilft es oft, das Futter langsam umzustellen und die Darmflora mit einer Darm-Aufbau-Kur zu unterstützen.
Auch Parasiten, bakterielle oder virale Infektionen können Durchfall oder Erbrechen verursachen (Kokosöl und Oregano können helfen). Manche Infektionen klingen innerhalb weniger Tage wieder ab, andere sollten unbedingt tierärztlich abgeklärt werden.
Weitere mögliche Ursachen sind Stress (auch positiver), Medikamente, chronische Erkrankungen oder verschluckte Fremdkörper (ggf. kann da Sauerkraut helfen). Auch giftige Pflanzen oder andere Schadstoffe können den Verdauungstrakt stark reizen (Aktivkohle kann helfen).
Verdauung im Blick: Was Farbe & Konsistenz bedeuten könnten
Die Beschaffenheit von Kot oder Erbrochenem kann erste Hinweise auf die Ursache geben.
Gelbliches Erbrechen kann auf Galle und einen leeren oder gereizten Magen hinweisen (kleine Mahlzeiten, ggf. Basenpulver)
Schaumiges Erbrechen tritt häufig bei gereizter Magenschleimhaut oder Übersäuerung auf (Magen schonen, ggf. Basenpulver)
Sehr wässriger Durchfall spricht oft für eine akute Magen-Darm-Reizung (Moro’sche Suppe)
Schleim im Kot deutet häufig auf eine Reizung oder Entzündung im Darm hin (Schonkost, ggf. Darmaufbau)
Grünlicher, wässriger Kot kann durch eine schnelle Darmpassage oder Parasiten wie Giardien entstehen (Kotprobe sinnvoll, Darmaufbau)
Gelblicher oder sehr heller Kot kann auf Probleme mit Galle, Leber oder Bauchspeicheldrüse hinweisen (bitte abklären lassen)
Sehr dunkler, schwarzer, teerartiger Kot kann auf verdautes Blut aus dem oberen Verdauungstrakt hinweisen (sofort tierärztlich abklären)
Frisches, rotes Blut im Kot spricht eher für den unteren Darmbereich (ebenfalls abklären lassen)
Wenn Symptome länger anhalten oder sehr stark sind, ist ein Tierarztbesuch immer wichtig.
Was deiner Fellnase jetzt helfen kann
Bei akuten Beschwerden kann es sinnvoll sein, dem Magen für 12 bis 24 Stunden Ruhe zu geben (nur bei stabilen Tieren, IMMER Wasser zur Verfügung stellen)
Anschließend langsam mit Schonkost starten, zum Beispiel gekochter Reis, oder Kartoffeln & Möhren und Huhn (kleine Portionen, gut verträglich)
Ausreichend Flüssigkeit ist besonders wichtig, eine leichte Brühe extra für Hunde & Katze kann dabei unterstützen z. B. von Anifit.
Morosche Karottensuppe kann den Darm beruhigen und zur Stabilisierung beitragen seit langem bewährt bei Durchfall.
Probiotika oder Darmaufbau-Präparate können helfen, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen vor allem nach Krankheit und Medikamenten.
Aktivkohle kann unerwünschte Stoffe im Verdauungstrakt binden z. B. Verdauungsretter Futterkohle.
Kamille kann beruhigend auf den Magen wirken (als Tee, abgekühlt anbieten)
Kokosöl kann die Verdauung sanft unterstützen (in kleinen Mengen)
Wenn keine Infektionen oder Parasiten die Ursache sind, kann eine passende Futterumstellung häufig der Schlüssel sein, denn hochwertiges Futter mit gutem Fleischanteil und leicht verdaulichen Proteinen kann die Verdauung langfristig stabilisieren und das natürliche Gleichgewicht von pH-Wert und Mikrobiom im Maul, Magen und Darm positiv beeinflussen.
Wann zum Tierarzt?
Hält Erbrechen oder Durchfall länger als ein bis zwei Tage an oder treten zusätzliche Symptome wie Fieber, starke Schwäche, Blut im Kot oder anhaltendes Erbrechen auf, sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden.